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  • michaelbernhardt19

Welcome to Danmark

Drittes Land unserer Reise und letzte Station bevor es zurück in die Heimat ging.

Es fühlte sich sehr gut an wieder mit der Heimat „im Sinne einer Straße“ verbunden zu sein und zu wissen, man könnte jederzeit nach Hause fahren😊

Die Überfahrt mit der Fjördline war klasse, bei sonnigem Wetter spielten die Kids auf dem Open Air Spielplatz und die Eltern genossen ihren Kaffee bei Starbucks. Nur der überdimensionale Krebs, das Maskottchen des Schiffs, bereitete Noel (noch Tage danach) Angstzustände.



Angekommen am Nordzipfel Dänemarks war unser erstes Ziel die 70m hohe Wanderdüne Rabjerg Mile. Unser Timing war goldrichtig. Wir erreichten dieses Naturhighlight kurz vor Sonnenuntergang. Wir kamen uns vor wie in der Wüste, feinster Sand lud zum Toben, Sandengel machen oder einfach nur zum Genießen ein. Die Düne bewegt sich im Jahr ca. 15 m und wird so in 100-200 Jahren die Hauptstraße nach Skagen, Dänemarks nördlichster Stadt, erreichen. Aber kein Grund zur Panik, was die Düne verschlingt, kommt 40 Jahre später auf der anderen Seite wieder raus.



Die Nacht verbrachten wir auf dem Wanderparkplatz der Düne. In Dänemark ist das „Wildcampen“ untersagt, aber wir "parkten" ja nur.🤣

Bevor es von der Sanddüne verschlungen wird, statteten wir Skagen einen Besuch ab. Den spannendsten Punkt erreicht man hier zu Fuß oder mit einem Traktor, der einen an den Zipfel der Landzunge vorfährt. Denn hier treffen Nord- und Ostsee aufeinander. Und tatsächlich erkennt man bei genauem Hinsehen, wie die Wellen abwechselnd gegeneinander laufen.



Leider blieben uns die Robben, die man sonst hier wohl gut beobachten kann, verwehrt und so verbrachte Ines die Mittagszeit mit einem Stadtbummel, während ich mit den Jungs die Vorräte auffüllte.

Danach ging es an der Westküste Richtung Süden bis zum bekannten Leuchtturm Rubjerg Knude. Die gut 4km hin und zurück waren angesichts fortgeschrittener Schwangerschaft bereits beschwerlich, aber der Anblick hatte sich gelohnt. Interessant auch die Geschichte über die Versetzung des Turms im Jahr 2019. Auf Schienen, die unter den Turm geschoben wurden, bewegte man das Bauwerk 80m landeinwärts, um es vor den Naturgewalten der rauen See zu bewahren.



Dänemark ist auch bekannt für seine Autostrände. Ein nahegelegener ist der Blokhus Strand, den wir als letzte Station eines vollen Tages ansteuerten. Und tatsächlich, ohne Probleme konnten wir unsere 3,5 Tonnen auf dem Sand zwischen einige andere Wohnmobile lenken und gemeinsam die letzten Sonnenstrahlen genießen. Eigentlich wollten wir danach den Strand wieder verlassen, aber nachdem uns gesagt wurde, dass das nächtliche Stehen hier wohl toleriert wurde, entschieden wir uns fürs Bleiben - ein weiterer Traumspot fürs Fotoalbum 😎



Das schöne Wetter am nächsten Morgen lud zu einem Bad im Meer ein. Danach fuhren wir ein kleines Stück zurück Richtung Lokken. Leider kippte das Wetter und wir verweilten bis halb 5 in unserem gemütlichen Wohnmobil bis wir unser nächstes Ziel erkunden konnten: die Furreby Küstenbatterie südlich von Lokken. Ursprünglich stand die Bunkeranlage auf einer Düne. Doch diese wurde in den letzten 80 Jahren so stark abgetragen, dass die Anlage hinunter stürzte und teilweise sogar bereits im Meer liegt. Definitiv ein historisch spannender und sehenswerter, aber auch nachdenklicher Ort.



Zurück ging es an denselben Strand, nur ein Stück weiter nördlich. Hier standen wir etwas einsamer und trotzdem ohne Probleme.



Nächstes Ziel war ein südlich gelegenes Naturreservat. Bekannt ist dieses für seine Fischerdörfchen. Hier zieht ein Traktor noch die Fischerboote auf den Strand und der Fang kann direkt vom Boot gekauft werden. So die Theorie - an diesem Tag schien irgendwas die Fischer vom Fangen abgehalten zu haben und so verweilten wir in einem Fischrestaurant am Hafen, ehe wir unseren nächtlichen Spot ansteuerten.



Auf Park for Night entdeckten wir einen Aussichtsturm direkt am Limfjörd, der sich zum Übernachten eignete. Gemeinsam mit ein paar wenigen anderen Wohnmobilen teilten wir uns dieses Fleckchen. Der Aussichtsturm ist ein kleines Schmuckstück zum Entdecken für Kids. Funfakt am Rande: Die Sanitäranlagen waren astrein. Sogar abends um halb Acht wurde noch gereinigt und frische Stoffhandtücher aufgefüllt - sowas findet man wohl in Deutschland nirgends.



Leider verlief der Abend weniger gut da sich bei mir eine Blaseentzündung abzeichnete, etwas wovon „Mann“ ja in der Regel verschont bleibt. Als Schüttelfrost und Fieber hinzu kamen, war klar, am nächsten Tag brauchten wir einen Arzt.


Im nahegelegenen Stur wurden wir fündig. Nach positivem Test händigte mir die Arzthelferin ohne persönliches Vorstellen beim Arzt ein Rezept fürs Antibiotikum aus - schön wie unbürokratisch das hier läuft.

Als Nächstes steuerten wir zur Abwechslung mal wieder einen Campingplatz an. Wie schon erwähnt, ist Wildcampen in Dänemark so eine Sache, außerdem versprechen die zahlreichen Dünen Campingplätze entlang der Küste ein wahres Highlight zu sein.

Wir entschieden uns für den Norre Lyngvig Campingplatz - und tatsächlich standen wir nur wenige Meter von der Düne entfernt.



Für das Campen IN der Düne hätte unser WoMo wohl Allrad benötigt. Mit den Kids genossen wir die Vorzüge des Campingplatzes und verbrachten unsere Zeit auf dem Spielplatz oder im Schwimmbad. Am nächsten Morgen wollten wir sehen was jenseits der Dünen auf uns wartete. Beim Muscheln sammeln und Drachen steigen verbrachten wir den Vormittag am Strand, nur die Temperatur lud mit um die 20 Grad nicht gerade zum Baden ein. Vielleicht sind wir auch nur zu verwöhnt:-)


Am Tag darauf führte uns unsere Route durch den beschaulichen Ferienort Hvide Sande. Ein Highlight war das dortige Fischgeschäft Havens Rogeri, wo man zu gutem Preis sowohl Fisch kaufen aber auch lecker zu Mittag essen kann.

Unser Ziel war der Vejers Strand, ein weiterer Autostrand an Dänemarks Westküste. Hier lassen wir einfach mal die fantastischen Bilder sprechen…



Der nächste Tag versprach ein wahres Highlight zu werden. Wir besuchten den Givskud Zoo. In Safari Bussen bereisten wir nacheinander diverse Länder unserer Erde. In diesen riesigen befahrbaren Gehegen tummelten sich die Bewohner des jeweiligen Landes. Ein tolles Erlebnis an einer Herde Zebras vorbei zu fahren, die sich mit Gnus mischten und im Hintergrund die Giraffen. So großzügige Flächen haben wir noch nie in einem Zoo gesehen, Höhepunkt der Tour war die Fahrt durch das Löwengehege. Wir fühlten uns ein bisschen wie in Afrika, wahrscheinlich weil wir noch nicht dort waren:-)

Um für letztendliche Begeisterung bei unseren Jungs zu sorgen, ließen wir den Tag im dazugehörigen Dinopark ausklingen. Hier warteten zahlreiche lebensgroße Dinos darauf fürs Familienalbum abgelichtet zu werden. Luan und Noel kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.


Letze Station unserer Dänemarkreise war die Insel Rømø. Park4Night verriet uns einen praktischen Parkplatz direkt vor der Brücke nach Rømø, den wir zum Nächtigen wählten. So mussten wir uns einmal weniger der raren Parkplatzsituation auf Rømø stellen. Die Insel liegt nur 3km nördlich von Sylt, also schon ganz nahe an der Heimat und lockt mit Nordeuropas größten Sandstränden. Bei Ebbe sind diese bis zu 4km breit, und natürlich mit dem Auto befahrbar. Leider windete es so sehr, dass wir die meiste Zeit im Wohnmobil verbrachten😬. Die Nacht verbrachten wir wahrscheinlich nicht ganz legal auf einem Vereinsgelände - wie gesagt, Parkplatz Knappheit auf Rømø.

Da sich das Wetter am nächsten Tag leider nicht besserte, verließen wir die Insel frühzeitig und machten uns einen schönen Tag im Schwimmbad.


Und dann war es gekommen, das Ende unserer langen Skandinavien Reise. Nach 8,5 Wochen und ca 8.000 km passierten wir wieder die Grenze nach Deutschland🥳 Auf dem Rückweg nutzen wir noch die Gelegenheit Familie in Papenburg und Freunde in Dortmund und der Pfalz zu besuchen, sodass wir letztlich am 21.08 wieder zuhause ankamen. Unsere Nachbarn standen strahlend auf unserer Terrasse und bereiteten uns den herzlichsten Empfang den man sich nur vorstellen kann, mit Trompete🥰. Was für ein schönes Gefühl, so empfangen zu werden. Ein kleines Fazit ziehen wir im nächsten und letzten Beitrag zu dieser Reise.


Eure 4 Bernis

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