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  • michaelbernhardt19

Big City Beats

Vielen Dank für die vielen positiven Reaktionen auf unseren Blog. Das freut uns sehr und wir möchten euch daher auch garnicht lange auf die Folter spannen, sondern von unserem nächsten Abenteuer in Stockholm berichten.


Doch bevor es soweit war, haben wir noch drei Tage in dem Stockholmer Schärengarten verbracht. Komischer Name, und was das so genau ist, lässt sich am besten in Bildern ausdrücken:



Diese kleinen Inseln sind durch die Eiszeit entstanden. Rießige Gletscher schliffen darunterliegende Gesteinsbrocken zu runden Erhebungen. Nach Rückgang des Eises hob sich das Land (was es bis heute tut) und abertausende Inseln entstanden.


Das Tor zu dieser faszinieren Landschaft bildet die pittoreske Stadt Söderköping.

Hier fliest der Göta Kanal ins Landesinnere, ein Kanal auf dem man Schweden einmal von der Ost- zur Westküste, oder von der Nord- zur Ostsee mit dem Boot durchqueren kann.


Nicht nur wegen dem kleinen Hafen, der spannenden Holzschläuse und den hübschen Häusern hat uns das kleine Städtchen begeistert.




Weiter ging es Richtung Küste. Und plötzlich eröffnete sich vor uns ein Paradies aus unzähligen Inseln.

Das Wetter meinte es wieder gut mit uns und wir steuerten ein kleines Strandbad an.

Die Jungs haben es genossen im warmen Wasser zu baden und zu spielen und auch wir konnten wunderbar relaxen.


Am Abend fuhren wir wieder mal durch den Wald auf der Suche nach einem Plätzchen und das Durchhalten hat sich gelohnt. Ein paar freundliche Worte mit dem Besitzer und zwei Tafeln Ritter Sport und wir durften in der Prime Lage nächtigen.



Wie wir gelesen haben, lassen sich die Schären am besten vom Wasser aus erkunden. Also stand am nächsten Tag die Suche nach einem Bootsverleih auf dem Programm. Eigentlich hatten wir uns etwas sportlicheres vorgestellt, aber zum Leihen gab es nur diese kleinen Nussschalen 🤣 die Frau am Verleih drückte uns den Schlüssel in die Hand und meinte, es sei alles selbsterklärend. Wir wunderten uns etwas über die Geschwindigkeit, aber gut, für die Kids war es ja besser, wenn es langsam voran geht. Noel hatte sich ohnehin vom Besteigen des Boots an an Mamas Hand geklammert. Nach einiger Zeit bemerkte ich die Skala auf dem „Lenkstab“ das Außenbordmotors und ich drehte mal daran. Ui, auf einmal ging die Nussschale ganz schön ab. Erleichtert aber auch amüsiert stellten wir fest, dass wir eine halbe Stunde im Standgas übers Meer tuckerten 🤣 Nachdem also das Gas gefunden war, haben wir auch noch einige Inseln umrundet und an einem idyllischen Steg (wenn auch privat, wie wir später feststellten) Halt gemacht. Was für ein Spot und was für ein Panorama.



Pünktlich zum Regen und natürlich dank des schnellen Bootes waren wir wieder im Hafen.

Am Abend verhalf uns wieder der „Schokoladen-Trick“ zu einem gemütlichem Plätzchen auf der Wiese eines älteren schwedischen Ehepaares.


Den nächsten Morgen begannen wir mit Pancake Frühstück am Strandbad des ersten Tages, weil es Luan dort so gut gefallen hatte und er unbedingt dort nochmal baden wollte. Danach machten wir uns auf den Weg nach Stockholm, wo wir zur Freude der Kids drei Stunden später auf einem Campingplatz unser Quartier aufschlugen.

Das Programm unseres ersten Tages durfte sich Luan aussuchen. Er hatte in einem Reiseführer das Bild eines alten Kriegsschiffes entdeckt, das er gerne sehen wollte. Und da es ohnehin regnete, passte das perfekt. Also ab ins Vasa Museum. Da Stockholm aus 14 Inseln besteht, kommt man meist mit der Tunnelbana allein nicht ans Ziel, sondern besteigt noch eine Fähre - eine willkommene Gelegenheit für eine leckere Kanelbulle (Zimtschnecke, das wohl beliebteste Gebäck Schwedens).


Die Vasa, wie das Schiff hieß, erlitt ein trauriges Schicksal. Vom schwedischen König 1625 in Auftrag gegeben, sank das Schiff bereits auf seiner Jungfernfahrt nach gerade mal 20 min und 1,3 km. Grund dafür war, dass die Steine im Rumpf des Schiffes nicht ausreichten um der Angriffsfläche der Segel stand zuhalten. Überlieferungen zufolge lag das jedoch an einer nachträglichen Planänderung des Königs. Dieser habe vom Bau eines ähnlich starken Schiffes des dänischen Königs erfahren und infolgedessen lies er die Anzahl der Kanonen auf dem oberen Deck erhöhen. Um das höhere Gewicht auszugleichen, hätte man mehr Steine benötigt, was jedoch dazu geführt hätte, dass die unteren Kanonenlöcher zu nahe am Wasser gewesen wären. Also hatte man diese „kleine Unsicherheit“ offenbar in Kauf genommen und das Schiff so gebaut. Ganze 333 Jahre später wurde die Vasa geborgen und steht heute mit 95% Originalteilen im Museum.


Wir hoffen dieser kleine historische Exkurs langweilt euch nicht, daher jetzt auch zurück ins Hier und Jetzt😊 Die Jungs haben es spitze gemacht und wir waren ganze 2h in diesem spannenden Museum.

Den zweiten Tag begannen wir im hippen Stadtviertel Södermalm mit einem kleinen Lunch. Leider fangen unsere Tage meist erst gegen Mittag an und gehen dafür oft bis 22/23 Uhr 🙈 Auf einem Panoramaweg mit Blick über Stockholm ging es für uns weiter Richtung Altstadt. Vorbei am königlichen Regierungssitz mit den salutierenden Wachen, durch schmucke Gässchen, ließen wir uns durch Gamla Stan, die Altstadt Stockholms, treiben.


Als die Geduld der Kids irgendwann zuneige ging, steuerten wir einen Park mit gut besuchtem Strandbad in Södermalm an und mit einem Bad vor der Kulisse Stockholms ließen wir den Tag ausklingen.




Gefühlt besteht Stockholm nur aus Museen, und eines davon wurde für Familien noch wärmstens empfohlen - das Skansen Freilichtmuseum - eine Mischung aus Wilhelma und Freilichtmuseum Beuren 😉 Aus ganz Schweden wurden hier originale Höfe, Häuser, und Arbeitsstätten der letzten Jahrhunderte zusammengetragen. Menschen in originalgetreuen Kleidern und Tätigkeiten vermitteln einem den Eindruck in der Zeit zurückzureisen. Eine interessante Erfahrung, wobei diese Art von Job nicht in die enger Auswahl für mich kommt 😊 Was uns gut gefiel, war, dass sich die Tierauswahl auf die nordischen Bewohner beschränkte und sich diese von ihrer besten Seite zeigten. Wolfsrudel, spielende Bärenkinder, faule Elche, eine Rentier Familie und ein Luchs begeisterten die Jungs. Dies konnte nur noch durch eine Fahrt mit Autoscootern getoppt werden.


Müde und gefüllt von Eindrücken beendeten wir diesen Tag wieder in Södermalm mit einem gemütlichen Abendessen.

Den nächsten Tag nutzen wir zum Fresh up für unser Wohnmobil, zum Waschen und zum Erholen auf dem Campingplatz, was insbesondere Ines gut tat, da der Bauch doch schon beträchtliche Ausmaße angenommen hat 😊

Nun machen wir uns auf den Weg Richtung Göteborg an der Westküste mit einem Zwischenstopp am Vänernsee.

Stay tuned und bis bald,

Michi, ines, Luan, Noel und ?



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