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  • michaelbernhardt19

Sunshine Sweden

Nach unseren ersten drei Wochen on tour haben wir festgestellt, dass es sehr schwierig und zeitaufwändig ist, alle Menschen, die uns am Herzen liegen, auf dem Laufenden zu halten. Sei uns also bitte nicht böse, wenn du noch nichts von uns gehört hast😊 Um das in Zukunft besser hinzukriegen, haben wir uns entschieden diesen Blog zu schreiben. Daher bekommt ihr jetzt auch eine komprimierte Zusammenfassung unserer ersten drei Wochen in Schweden, ehe es dann hoffentlich mit etwas knapperen Abständen weitergeht.


Am 13.06 ging es also endlich los. Unser Wohnmobil war bis unters Dach gefüllt und ich habe irgendwann aufgehört die Kilos mitzurechnen und angefangen zu hoffen😅. Nach einem kurzem Zwischenstopp bei Freunden in Schwäbisch Hall und ausreichender Versorgung mit Schwäbisch hällischer Dosenwurst sind wir nach Erfurt gefahren. Dort haben wir Ines ihren Geburtstag auf der Bundesgartenschau gefeiert und uns von der tollen Blütenbracht, der Schönheit des Petersbergs und super Wasserspielplätzen für die Jungs begeisten lassen.


Nachts sind wir dann noch die ersten Kilometer nach Rostock gefahren, wo wir am nächsten Tag die Fähre nach Trelleborg bestiegen haben. Schwer beeindruckt waren wir nicht nur von der schieren Größe, sondern auch von der Traglast dieser Fähren. Ich weiß nicht wie viele 40-Tonner sich am Ende eng geparkt auf den drei Decks verteilt haben. Sprachlos waren wir als am Ende noch eine Lok drei Wagons auf das unterste Deck geschoben hat, 1000 Tonnen waren definitiv überschritten.


Nach 5h hatten wir schwedischen Boden unter den Füßen und aufgrund der fortgeschrittenen Zeit waren wir froh, dass unser erstes Ziel fest stand: der Parkplatz vor dem Ferienhaus von Freunden in Löderup:-)


Gemeinsam mit David, Caro, Felix und Lea haben wir die ersten Tage in Schweden verbracht und dank des tollen Wetters die meiste Zeit an den traumhaften Stränden Südschwedens genossen.


Danach trieb es uns weiter östlich über die Apfel-Stadt Kivik (viele Apfelplantagen liefern leckeren Apfelsaft und Cider, die uns noch öfters begegnet sind) auf die Insel Öland.

Im Garten der königlichen Sommerresidenz machten wir während einer Schatzsuche die erste intensive Begegnung mit den schwedischen Moskitos. Über die Ruine Borgholm fuhren wir an den Nordzipfel der Insel, wo wir erneut vor der Ferienwohnung unserer Freunde im Hafen von Byxelkrok nächtigten. Mit selbstgemachter Pizza, Sekt, Bier und Popcorn feierten wir am Strand unser ganz privates Midsummer. Die Schweden feiern dieses besondere Familienfest immer erst am Freitag nach dem 21. Juni. Von nun an setzten wir unsere Reise alleine fort und haben noch einige Tage die schöne Insel Öland mit ihrem Leuchtturm im Norden, feinen Ostsee-Stränden und einsamen Stellplätzen erkundet.


Nach 5 Tagen zog es uns aufs Festland zurück und wir wollten endlich das Tier Skandinaviens schlechthin entdecken. Also machten wir Halt an einem der vielen Elchparks, machten es uns im Anhänger eines Traktors bequem und ließen uns durch den Wald ziehen. Die Jungs waren begeistert und die Elche ließen nicht lange auf sich warten. Eine Mama mit ihren beiden drei Wochen alten Kälbern war unbeeindruckt von unserem Traktor. Mit frisch geschnittenen Birkenzweigen, von denen ein erwachsener Elch 20 Kg/Tag vertilgt, lockten wir sie zu unserem Wagen und durften sie füttern. Wenige Meter weiter begegneten wir dann noch zwei Papa-Elchen. Der Besitzer und Fahrer musste zwar in den Wald laufen und den faulen Elch motivieren, doch letztlich stand dieses rießige Tier direkt vor uns und wir konnten sein flauschiges Geweih streicheln.



Weiter ging unsere Reise nach Norden. Als wir Abends durch den Wald irrten auf der Suche nach einem Stellplatz, hielt uns plötzlich ein älteres deutsches Ehepaar an und bot uns an auf dem Grundstück ihres Ferienhauses zu stehen. Doch damit nicht genug, wir durften ihren privaten Seezugang nutzen und am nächsten Tag in ihrer Gartensauna entspannen 🤙. Zum Abschied gab es noch ein Glas selbstgemachten Honig und die Worte „Schade, dass wir heute nach Deutschland zurückfahren, sonst hätten wir euch noch zum Abendessen eingeladen“ - was für eine nette Begegnung!



Danach ging es für uns vorbei an Vimmerby und Bullerbü (beides ließen wir aus, weil Luan und Noel mit Astrid Lindgrens noch nicht so viel anfangen können) in den Nationalpark Norra Kvills, ein herrliches Fleckchen Natur, das mit seinen Moosflächen, Sumpfgebieten, Felsen und Seen an einem Märchenwald erinnert.


Nach zwei Nächten in der Wildnis steuerten wir unseren ersten Campingplatz an. Dieser lag fußläufig zu dem kleinen Holzstädtchen Eksjö. Erst nach einem größeren Brand mussten Häuser aus Stein gebaut oder zumindest die Fassade verputzt werden.




Unter anderem genossen wir die Vorzüge eines Campingplatzes und mit einer holländischen Familie teilten wir das Leid des frühzeitigen Achtelfinal-Ausscheidens🥲.

Danach machten wir uns auf den Weg zum Vätternsee, Schwedens zweitgrößtem See, der fast 4x die Fläche des Bodensees hat. Wieder trafen wir einen Deutschen, der nach Schweden ausgewandert ist, um deutsches Brot zu verkaufen. Und wieder hatten wir Glück und durften auf seinem Hof mit herrlichem Seeblick stehen. Am nächsten Tag ging’s mit der Fähre und dem Fahrrad auf die Insel Visingsö - eine herrlich gemütliche Insel in mitten des Vätternsees, persönliches Highlight war für uns dieses Gartencafé:




Die nächste Nacht verbrachten wir am Tåkern See, einem Naturschutzgebiet und der Heimat von ca. 270 Vogelarten.


Die Jungs erfreuten sich an ihrem neuen Fernglas und Luan war glücklich, seinen ersten Adler (Fischadler) entdeckt zu haben, wenn auch nur aus der Ferne.



Dann hieß es erst mal Abschied nehmen von der einsamen Natur und auf in die Hauptstadt - doch davon beim nächsten mal mehr.

Liebe Grüße von uns 4,5 Bernis



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