Abwehrmangel-Syndrom

Kinderkrankheiten natürlich heilen

Der Wunsch, ihren Kindern zu helfen, wird groß, wenn Eltern ihre kranken Kinder leiden sehen. Doch muss es gleich eine „chemische Keule“ sein - oder genügt vielleicht auch ein Hausmittel?

„Der tiefste Grund aller Arznei ist die Liebe“, wusste schon der mittelalterliche Arzt Paracelsus.

Das Abwehrmangel-Syndrom

Darunter leiden heute sehr viele Kinder. Es zeigt sich durch permanenten Schnupfen, Husten, Fieber, Ohrenschmerzen und andere Erkältungssymptome.

Man behandelt mit allen möglich Mitteln, ohne dass sich das Krankheitsbild der kleinen Patienten wesentlich verändert. Dieses Syndrom basiert nach Meinung von Naturheilärzten und Heilpraktikern auf stark ausgeprägten Ängsten. Auch in der Kinderheilkunde ist der Zusammenhang zwischen Angst und Abwehrsystem bekannt.

Beispiel: Der Vater schlägt beim Mittagessen spontan einen abendlichen Konzertbesuch vor. Der Sechsjährige Sohn hört, dass er alleine bleiben soll, oder unter anderer Aufsicht - und bekommt am frühen Nachmittag Husten, Halsweh, Magenweh oder sogar Fieber. Die Eltern bleiben zu Hause. Am nächsten Morgen ist der Kleine wieder putzmunter.

Die Angst vor dem Alleinsein ließ das Abwehrsystem, vornehmlich das Lymphsystem des Kindes, reagieren. Ein Kind erfährt seine Angst nicht intellektuell sondern ausschließlich emotionell, was bedeutet, dass auch gutes Zureden nicht helfen würde. Kinder haben vor vielem Angst, ohne ausdrücken oder erklären zu können, warum.

Es wurde in den letzten Jahren auch eine deutliche Zunahme der Ohrsymptome bei Kindern festgestellt und das liegt sicher auch daran, dass auch die Angstpotentiale der Kinder zunehmen. Die Angst ist unmittelbar mit der Lymphe (das Müllentsorgungs-Unternehmen im Körper) und diese wiederum eng mit den Nieren verbunden - und das Ohr gilt in der Ganzheitsmedizin der Niere zugehörig - womit sich der Kreis schließt.

Hilfe aus dem Kräutergarten

  • Ängste: Baldrian, Melisse
  • Blähungen: Fenchel, Majoran, Melisse, Pfefferminze
  • Bronchitis: Eibisch, Huflattich, Holunderblüten
  • Durchfall: Heidelbeeren, Kamille, Pfefferminze, Isländ. Moos
  • Erkältungen: Lindenblüten, Holunderblüten, Salbei, Thymian
  • Halsschmerzen: mit Salbeitee oder Salzwasser gurgeln
  • Husten: Eibisch, Isländ. Moos, Thymian, Spitzwegerich
  • Honig oder Honigmilch dämpft gut Hustenreiz
  • Kopfweh: Baldrian, Pfefferminze
  • Magenschmerzen: Kamille, Melisse, Pfefferminze, Wegerich u. Hopfen
  • Schlafschwierigkeiten: Baldrian, Lavendel, Melisse

Es gibt die Kräuterteemischungen in den verschiedensten Zusammensetzungen zu kaufen.

Aromalampe

im Kinderzimmer aufstellen mit ein paar Tropfen Pfefferminze bei Erkältungen, Lavendel bei Angstzuständen, Melisse entspannt, Rosmarin bei Erschöpfung, Sandelholz bei Hals- und Kehlkopfentzündung.

Zusätzlich hilft es über dem Kinderbett eine blau oder grün scheinende Lampe anzubringen, das beruhigt und hilft bei Entzündungen.

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass eines der wichtigsten Naturheilmittel Wasser ist. Viele Kinder trinken zuwenig - und wenn sie trinken, dann viel zu viele kohlesäurehaltigen, süßen Getränke. Unser Körper und auch der Körper unserer Kinder braucht genügend Wasser, um Giftstoffe ausscheiden zu können.

von Inge Mandl

Sollten sich die Beschwerden Ihrer Kinder nicht bessern, bzw. das Fieber sich nicht senken, ist selbstverständlich ein Arzt zu konsultieren.

Bildquelle: swetlana wall - www.fotolia.com

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